Schulbauernhof

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ach den Sommerferien 2020 sollte alles bereit sein, dass sich auf unserem Schulbauernhof die ersten Tiere tummeln können. Nun hat sich alles etwas verzögert. Doch wir möchten die Arbeiten wieder aufnehmen an der frischen Luft!

Bisher haben die Schüler*innen durch aktives Bauen für jede Menge Leben in dem selbst fertiggestellten Gehege gesorgt.

Die Kinder haben ihrem Projekt neben den Bautätigkeiten und den weiteren Vorbereitungen auch finanziell zu großem Erfolg verholfen. Sie haben zwei Preise gewonnen und konnten sich bei einem KiKa-Wettbewerb in unserer Schule ein gut gefülltes Sparschwein sichern. Dieses Geld soll nun – so die Umstände das nicht verzögern – bald lebende Kaninchen zu uns bringen.

Wie alles begann
Im November 2017 beschließt das Schülerparlament der Schule nach intensivem Austausch im Parlament und nach Abstimmung in den Klassen eigeninitiativ, einen Schulbauernhof zu gründen.

Die weiteren Schritte
Im Februar 2018 bilden sich drei AGs zur Vorbereitung und konkreten Arbeit.

  • AG Artgerechte Tierhaltung
  • AG Finanzen
  • AG Planen und Bauen

Jede AG arbeitet an ihren Themen, tauscht sich mit den anderen AGs aus und sorgt dafür, dass Fragen und nützliche Informationen das Wachsen des Planes befördern. In allen AGs wird intensiv beraten, geforscht und umgesetzt, was zur Einrichtung des Schulbauernhofes notwendig ist. Es werden Pläne entwickelt, Experten befragt, ein bestehender Kinderbauernhof besucht und mit gezielten Fragen und Recherchen das eigene Projekt klarer geformt, Bedürfnisse der Tiere erforscht und erkundet und in die Umsetzungspläne mit eingearbeitet.

Wir holen fachlichen Rat ein, bei Tierärzten, dem Veterinäramt, einem Architekten, dem Revierförster. Wir nehmen Kontakt auf mit Gemüseläden, Tierbedarfsgeschäften, dem Tierheim. Dazu telefonieren die Schüler*innen mit Geschäftsführern, sprechen mit dem Tierarzt und vor Ort mit Zuständigen in den Einrichtungen.

Der Kontakt zu unserem Revierförster im Spandauer Forst in der Nähe unserer Schule erweist sich als besonders hilfreich. Zum einen können wir ihn besuchen und er führt uns mit vielen Erklärungen in seinem Revier herum. Er erklärt uns, wie wichtig auf unserem Waldgrundstück eine gute Sicherung des Geheges ist, wegen der vielen Wildtiere, die hier unterwegs sind und die wir von einem „Besuch“ unseres Geheges fernhalten müssen. Zum zweiten stellt er uns für den Bau des Geheges gutes witterungsbeständiges Holz aus dem Spandauer Forst zur Verfügung. Das freut uns sehr.

Am 11. Oktober 2018 feiern wir mit einem kleinen Fest den 1. Spatenstich. Mit vielen Kindern, Lehrern und unserer Rektorin begrüßen wir auch Gäste. Wo das erste Gehege stehen soll, wird mit einem ersten Spatenstich mit dem Aushub begonnen. Das Kaninchengehege entsteht auf unserem großen waldähnlichen Pausenhof im hinteren Bereich zwischen Bäumen.

Während eifrig gebaut wird mit stundenweiser Hilfe der Schüler*innen aus allen Klassen (vor allem bei dem nicht leichten Ausheben der Baugrube) ist die AG Artgerechte Tierhaltung weiter aktiv. Sie nimmt Kontakt zu allen Eltern unserer Schule Kontakt auf, um auch ihre Unterstützung bei diesem Projekt zu sichern. Die Versorgung der Tiere am Wochenende und in den Ferien ist nur mit Hilfe der Schüler*innen begleitet von ihren Eltern möglich. Die Resonanz ist groß. So erfährt der Bauernhof auf breiter Basis Unterstützung und wird ein gemeinsames Projekt sein, das Schüler*innen und Eltern verbindet. 

Im November werden noch vor dem ersten Frost die Fundamente für die Stützen betoniert, dass sobald das Frühjahr kommt, der Bau des Geheges vorangehen kann.

Über den Winter werden „Einrichtungsgegenstände“ wie Häuschen, Kletterleiter, Futterkiste von den Kindern in der Holzwerkstatt gebaut.

Am 1. Mai 2019 zeigt sich schon die gute Unterstützung der Eltern. Am „Bautag mit Grillen“ wird mit elterlicher Hilfe das Dach fertiggestellt. Diese frohe gemeinsame Aktion bei strahlender Sonne markiert einen weiteren Meilenstein bei der Fertigstellung des ersten Geheges.

Im Juni 2019 beweisen unsere Vertreterinnen bei der Spandauer Jugendjury, betreut von Kompaxx e.V. – im Rahmen von „Stark gemacht! – Jugend nimmt Einfluss“ des Jugend-Demokratiefonds Berlin, das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ des Bundesfamilienministeriums und der Bezirk Spandau – Mut und Können und kommen mit einem Scheck über 948 € für das Futterhaus in die Schule zurück.

Im August 2019 erwartet uns nach den Sommerferien der Preis von „Partner Schule Wirtschaft“ – PLuS.

Auch unsere Bewerbung beim Fernsehkanal KiKA war erfolgreich. Bei einer Liveschalte mit mehreren Schulen bekommen wir so viele Stimmen, dass das KiKA-Team im September zu uns an die Schule kommt und wir bei den Pausengames ein gut gefülltes Sparschwein erkämpfen. 

Das Gehege hat inzwischen den „Rundumzaun“ vom Boden bis zum Dach bekommen. Der spezielle Sicherheitsdraht erweist als äußerst störrisch beim Einbau. Doch die Bau AG schafft auch das.

Im Winter 2019/2020 nehmen vor allem die Kaninchenställe Form an. Dafür wird ein Baukastenprinzip entwickelt: Kleine Ställe werden zu einem großen zusammengefügt. Damit sind die Ställe ein abwechslungsreicher Lebensraum im Innern. Und gleichzeitig können „kleine Hände Großes bauen“.

Im Frühjahr 2020 ist das Gehege so gut wie fertig. Das Futterhaus sollte nun erstellt werden. Es wird gebraucht, um Futter, Stroh und Geräte für die Versorgung der Tiere in der Nähe des Geheges zu lagern. Die Ställe sind fertiggestellt.  Hoffentlich bald können die Kaninchen gesucht werden, die sich im fertigen Gehege tummeln und in die Ställe zurückziehen können.

Zukunftspläne
An das Kaninchengehege können wir im Baukastenprinzip und als nächsten Schritt ein Stall für Ziegen und Kamerunschafe anbauen. Auch soll der Schulbauernhof um einen Hühnerstall ergänzt werden.