Leitgedanken der Carl-Schurz-Grundschule

 
Grundsätze der Schule in Bezug auf Unterricht und Erziehung
Nach langen, intensiven Diskussionen, Bestandsaufnahmen im Kollegium sowie der Elternschaft und zusammenfassender Arbeit in der Steuergruppe haben sich folgende acht Ziele für unser Schulprogramm ergeben. Sie wurden in den schulischen Gremien diskutiert und angenommen, in Leitsätzen formuliert und den schulischen Aktivitäten sowie Vorhaben zugeordnet. Sie dokumentieren somit unsere Bildungs- und Erziehungsziele, ebenso die Vorstellungen der Umsetzung.

Leitziel 1: Wir fördern das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der schulischen Gemeinschaft, der Natur und der Umwelt.
Verantwortungsbewusstsein im weitesten Sinne erscheint uns als grundlegendes Ziel einer zukunftsweisenden Erziehung. Als Schule im Grünen, umgeben von Wald entsteht eine besondere Verpflichtung gegenüber der Natur. Das Umweltbewusstsein unserer Schüler zu entwickeln und zu stärken ist Teil unseres Schulalltages. Mülltrennung in den Klassen und auf dem Pausenhof thematisieren und praktizieren wir seit Jahren. Unterstützt wird dieses durch Ordnungsämter in den Klassen und ein Müllsammelamt auf dem Schulhof. Nachfüllbare Trinkflaschen und Brotboxen sind selbstverständlich.
Am jährlich durchgeführten Umwelttag werden unter Beteiligung aller Schulpersonen der Hof und die Umgebung gesäubert.
Unsere Schüler sollen ihre Umwelt wertschätzen und sich der besonderen Lage ihrer Schule sowie der damit verbundenen Verantwortung bewusst werden. Dieses wird durch regelmäßige Besuche in der Waldschule und der Gartenarbeitsschule unterstützt. Die Schüler der Garten-AG kümmern sich um den Schulgarten. Der große Schulhof mit Spielgeräten bietet viel Bewegungsraum, fordert und fördert im Umgang miteinander ebenso das Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen und dem Gemeinschaftseigentum. Hierzu gehören auch die Geräte des Spielmobils, das vom Förderverein angeschafft wurde. Schüler der 5. und 6. Klassen übernehmen die Ausleihe, alle tragen die Verantwortung für einen pfleglichen Umgang mit dem Material.

Leitziel 2: Wir pflegen einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander in gewaltfreier Atmosphäre.
Gegenseitiger Respekt ist Grundlage für ein Schulklima zum Wohlfühlen, zum Finden von Anerkennung und schafft eine Lernatmosphäre, in der möglichst alle Schüler gefördert und gefordert werden. Wir achten auf Höflichkeit und angemessene Umgangsformen. Regeln des täglichen Miteinander werden regelmäßig thematisiert, vom Kollegium vorgelebt und sollen das Schulleben erleichtern sowie verbessern und somit auch die soziale Kompetenz der Schüler steigern. Diese Verhaltensregeln finden sich in Schul- und Klassenordnungen wieder und werden sowohl innerhalb der Klassen als auch in den Gremien regelmäßig diskutiert bzw. überprüft. Bei Verstößen erfolgt ein einheitliches Handeln auf der Grundlage des kürzlich erarbeiteten Maßnahmenkataloges, der in der Schule und in der ergänzenden Betreuung gilt.
Um Konflikten angemessen zu begegnen und unsere Schüler zu einer selbstständigen Konfliktbewältigung zu befähigen, bilden zwei mediationsgeschulte Kolleginnen seit zwei Jahren in den 6. Klassen Konfliktlotsen aus. Diese sind täglich auf dem Schulhof im Einsatz. Darüber hinaus suchen wir die Unterstützung außerschulischer Institutionen z.B. Polizei, Feuerwehr, um soziale und persönliche Kompetenzen unserer Schüler zu stärken. Ein jährlicher Projekttag zum Thema Gewalt wird angestrebt.

Leitziel 3: Wir setzen bewährte Traditionen und Rituale fort, bleiben dabei aber offen für neue positive Veränderungen.
Traditionen genießen in unserem Schulalltag einen hohen Stellenwert, sowohl allgemeine Dinge wie Höflichkeit und gegenseitige Begrüßung als auch Rituale innerhalb der Klasse. Auch Schulfeste und andere immer wiederkehrende Veranstaltungen festigen das Schulleben sowie die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern und Kindern.
Dabei halten wir nicht nur an althergebrachten Gewohnheiten fest, sondern sind offen gegenüber Veränderungen und deren Einbeziehung ins Schulleben. Besonders in letzter Zeit sind auf die Grundschule viele Veränderungen zugekommen (VHG, neue Rahmenlehrpläne, usw.), die bereits jetzt, aber sicherlich auch zukünftig ein Umdenken erfordern und neue Einflüsse bringen werden.

Leitziel 4: Wir erziehen die Schüler zu Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit durch den Einsatz vielfältiger Lehr- und Lernmethoden.
In einer modernen, zeitgemäßen Schule, die den Kindern und deren Ansprüchen gerecht werden will, sind neue Arbeitsformen erforderlich. Die Entwicklung der in den Rahmenlehrplänen geforderten Kompetenzen muss von Anfang an gefördert werden. Dazu gehören Tages- und Wochenplanarbeit, die von einigen Kolleginnen in den unteren Klassenstufen bereits praktiziert werden, in den höheren Klassenstufen in einigen Fächern. Wechselnde Sozialformen sollen die Aufmerksamkeit der Schüler binden und die Kooperation fördern, die Arbeit an Stationen zum Einschätzen der eigenen Leistungen führen. Moderne Medien wie Computer und Internet werden von unseren Schülern regelmäßig genutzt und sind eine Grundlage für die Erarbeitung von Referaten sowie Präsentationen.
Die erfolgte Fortbildung einiger Kolleginnen im Bereich Methodentraining soll in Form schulinterner Fortbildung an alle Lehrkräfte weitergegeben werden.
Von den Fachkonferenzen erarbeitete, schulinterne Kompetenzstandards sollen zukünftig für Kollegen, Schüler, und Eltern als Arbeitsgrundlage dienen.

Leitziel 5: Wir geben allen Schülern eine individuelle Förderung innerhalb des uns vorgegebenen Rahmens bis hin zu integrativer Arbeit.
Die Förderung von Schülern mit Schwierigkeiten bzw. besonderen Fähigkeiten in einzelnen Fächern ist ein Anliegen unserer Schule und gleichzeitig eine große Herausforderung. Für ein sinnvolles und erfolgreiches Arbeiten müssen diese Schüler einzeln und nach Themenschwerpunkten unterrichtet werden. Es ist eines unserer Ziele, dieses organisatorisch und stundenplantechnisch zu realisieren, so dass jahrgangsübergreifende Gruppen gebildet werden können.
An unserer Schule arbeitet eine gesondert ausgebildete LRS-Multiplikatorinnen, die Schüler mit auffallenden Leistungsdefiziten, unter Zuhilfenahme von im Bezirk festgelegten Diagnosebögen, testet und anschließend die betreffenden Lehrkräfte berät. Auch mit dem Förderzentrum arbeiten wir eng zusammen: Eine Ambulanzlehrerin steht einmal wöchentlich vier Stunden für weiter gehende Tests und Beratungsgespräche zur Verfügung.

Leitziel 6: Wir fördern und fordern Anstrengungsbereitschaft, Eigenverantwortung, Interesse und Kreativität.
Das Fördern und Fordern der Schüler ist uns ein zentrales Anliegen. Um kreativ und eigenverantwortlich arbeiten zu können, bedarf es einer fröhlichen, ausgeglichenen Atmosphäre. Im Unterricht trainieren wir mit den Kindern unterschiedliche Arbeitstechniken und das Erkennen individueller Lernstrategien, um die Selbstständigkeit und das Lernen des Lernens zu fördern. Wir wollen zukünftig Neigungsgruppen für leistungsstarke Kinder einrichten, um ihre individuellen Begabungen zu berücksichtigen.
Die Arbeiten der Kinder finden Anerkennung und Veröffentlichung in unseren Schaukästen und Schulfluren. Arbeitsgemeinschaften sollen Interessen der Schüler fördern.
Unsere Schul- und Sportfeste erfreuen sich großer Beliebtheit, ebenso Ausflüge zu außerschulischen Lernorten, z.B. Museen oder Theater.
Der Förderverein veranstaltet jährlich für die Viertklässler einen literarischen Wettbewerb mit meist aktuellem Bezug.

Leitziel 7: Wir arbeiten in Teams in Planung und Unterricht zusammen.
Eine Qualitätsverbesserung in Unterricht und Erziehung erfordert einen ständigen Informationsfluss innerhalb des Kollegiums, gegenseitigen Austausch und Beratung, das Ausschöpfen individueller Kompetenzen und die Weitergabe neuer Erkenntnisse aus Fortbildungen sowie bezirkliche Absprachen. Hierbei arbeiten Fach- und Jahrgangskonferenzen bereits seit Jahren erfolgreich, z.B. bei der Erstellung von Jahres- bis hin zu Wochenplänen, der Planung von Projekten, dem Austausch über Bewertungs- und Beurteilungsmaßstäbe sowie der Aussprache über Lehr- und Lernmaterialien. Zukünftig wollen wir den Austausch und die Verknüpfung zwischen den bereits vorhandenen Teams optimieren, um Absprachen zu verbessern und Transparenz sowie Vergleichbarkeit zu erhöhen. Wir streben eine verstärkte Koordination der zahlreichen Termine bei der schulischen Jahresplanung an, um eine höhere Effizienz und somit Qualitätsverbesserung herbeizuführen. Feste Termine für Teamarbeit müssen im Schulalltag verankert sein.

Leitziel 8: Wir suchen die vertrauensvolle und unterstützende Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Organisationen.
Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl mit den Eltern als auch außerschulischen Institutionen entsteht, ausgehend von der Schule, ein soziales Netzwerk zum Wohle der Kinder und deren Erziehung.
Abgesehen von der Elternbeteiligung in den schulischen Gremien sind uns gemeinsame Aktivitäten sowohl einzelner Klassen als auch auf gesamtschulischer Ebene, unter Einbeziehung der ergänzenden Betreuung, wichtig.
Durch aktives Mitgestalten aller Beteiligten wird die Identifikation mit der Schule gestärkt, eine positive Verbundenheit geschaffen und werden außerschulische Kompetenzen erschlossen sowie die Öffnung der Schule nach außen ermöglicht. So nutzen wir die Angebote der Elternschaft im AG-Bereich, die außerschulischer Institutionen zur Gestaltung von Projekten und pflegen Kontakte zu anderen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk, z. B. durch die regelmäßige Teilnahme an der Stadtteilkonferenz Hakenfelde.
Geplant ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit benachbarten Sportvereinen, auch als erweitertes Angebot innerhalb der ergänzenden Betreuung.